Anlässlich unseres 60jährigen Jubiläums haben wir am 30. August 2025 zum Bezirksposaunentag Saar zu uns nach Neuweiler eingeladen. Als Motto wählten wir „Nehmet einander an“.
Ein Motto, welches aus unserer Sicht total in unsere heutige Zeit passt und wichtiger denn je ist. Zu unserer großen Freude sind viele Bläserinnen und Bläserder Einladung gefolgt. Einen derart großen Posaunenchor hat es in Neuweiler selten gegeben und so war es für uns ein tolles Erlebnis mit so vielen aus allen Teilen unseres Bezirkes angereisten Gleichgesinnten zum Lobe Gottes aufzuspielen.
Jörg Häusler hatte im Vorfeld ein sehr schönes Programm zusammengestellt, bestehend aus älterer Literatur bis hin zu modern interpretierter Literatur. So wurde ein großer Bogen gespannt, der mit einem Streifzug durch die sechsJahrzehnte andauernde Geschichte unseres Posaunenchores vergleichbar ist. Nach der üblichen Findungsphase und Stimmenverteilung waren alle 45 bereitgestellten Stühle besetzt und es konnte mit den Proben begonnen werden. Diese waren recht anstrengend, auch wenn alle sehr gut vorbereitet waren und es so nur wenige Korrekturen gab, auf der anderen Seite war es aber auch sehr schön zu hören, wie bei jedem Probendurchgang der Klangkörper immer harmonischer wurde und immer besser aufeinander abgestimmt war, eben wie aus einem Guss.
Zwischen den Proben und beim reichhaltigen Mittagessen gab es ausreichend Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch, bzw. zum Blick über den Tellerrand des eigenen Posaunenchores. Schließlich ist so ein Bezirksposaunentag auch eine gute Plattform, mehr über die Aktivitäten benachbarter Posaunenchöre zu erfahren. Gut vorbereitet und mit großer Freude ging es dann in die Abendveranstaltung, die als Bläserandacht konzipiert war. Die geistlichen Impulse wurden dabei von Pastorin i.E. Valentina Trützschler gesetzt. Aus ihrer Feder stammten auch die liturgische Gestaltung und der Entwurf des Programmheftes.
Im Verlauf der Andacht gab es auch zwei Beiträge des Bezirkschores Saar, ebenfalls unter der Leitung von Jörg Häusler. Abgerundet wurde die Andacht durch drei Gemeindelieder, darunter das allseits bekannte und beliebte Lied „Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen“, was wiederum das Motto der Veranstaltung unterstrich. Im weiteren Verlauf wurden unserer Chormitglieder für ihren langjährigen Dienst im Posaunenchor mit Urkunden bzw. Nadeln geehrt.
Für uns war der Bezirksposaunentag ein absoluter Höhepunkt unseres Jubiläums und eine echt tolle Erfahrung und eine absolute Bereicherung. Vielen Dank an unsere Bezirksobfrau Andrea Lehmann für die tolle Vorbereitung im Vorfeld, vielen Dank an Valentina Trützschler für die geistlichen Impulse und die Gestaltung des Programmheftes und vielen Dank an Jörg Häusler für die musikalische Leitung und musikalische Vorbereitung.
Ein ganz herzliches Dankeschön auch an alle Bläserinnen und Bläser, die mit uns zusammen zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch unseres Partner-Posaunenchores Deutschneudorf am ersten Oktober-Wochenende anlässlich deren 70jährigem Jubiläum. Wir wurden sehr herzlich empfangen und aufgenommen, es war sofort eine sehr schöne Vertrautheit vorhanden, wie bei guten Freunden üblich. Kurz nach unserer Ankunft waren wir bereits in das immer donnerstags stattfindende „Grillerchen“ integriert und es wurden sofort schöne alte Erinnerungen aufgefrischt. Der „offizielle“ Teil begann dann am Freitag mit der gemeinsamen Probe zusammen mit den Posaunenchören Deutschneudorf, Seiffen, Neuhausen, Cadenberge und Neuweiler.
Zum Tagesausklang gab es ein gemütliches Beisammensein im Festzelt am Waldgasthof „Bad Einsiedel“. Im Verlauf des Abends wurde natürlich auch wieder gemeinsam musiziert.
Die für Samstag geplante Wanderung auf dem 1. Deutschen Glockenwanderweg musste aufgrund der Wetterlage etwas umgebaut werden. Unter der Führung von Wolfgang Braun wurden einige der bedeutendsten Glocken und die Wanderkapelle oberhalb der Oberlochmühle besucht. Da sowohl der komplette Wanderweg als auch die Geschichte und Darbietung der einzelnen Glocken und die Wanderkapelle von Wolfgang Braun konzipiert wurden, wusste er sehr viel darüber zu erzählen und konnte uns so einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der einzelnen Glocken und in die Entstehung des Weges und der Kapelle von der ersten Idee bis zur feierlichen Eröffnung geben. Für uns war es sehr lehrreich und interessant. Die zweite Tageshälfte wurde zu einem Grußblasen in allen Ortsteilen genutzt und am Abend fand die Festveranstaltung im bis zum letzten Platz gefüllten Festzelt statt. Der Abend wurde beim gemeinsamen Blasen von diversen Abendliedern beendet.
Das Wochenende wurde mit dem Festgottesdienst am Sonntagmorgen in der ev. Kirche Deutschneudorf beendet. In der Predigt brachte Pfarrer Harzer die starke Verbundenheit mit dem Posaunenchor zum Ausdruck und dankte den Bläserinnen und Bläsern für ihren unermüdlichen Einsatz.
Vielen Dank noch mal an den Posaunenchor Deutschneudorf für die Einladung und das sehr schöne Wochenende. Wir alle waren uns einig, dass es schon recht bald ein Wiedersehen geben soll.

